Make-up und Augenhygiene: Entzündungen der Augen mit einfachen Gewohnheiten vorbeugen

Make-up und Augenhygiene: Entzündungen der Augen mit einfachen Gewohnheiten vorbeugen

Make-up kann die Augen betonen und das Gesicht frischer wirken lassen – doch wenn die Hygiene zu kurz kommt, drohen Reizungen, Infektionen oder sogar Bindehautentzündungen. Die Haut rund um die Augen ist empfindlich, und die Schleimhäute reagieren sensibel auf Bakterien. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich das Risiko deutlich verringern – ohne auf die tägliche Schminkroutine verzichten zu müssen.
Warum Augenhygiene so wichtig ist
Unsere Augen stehen ständig in Kontakt mit der Umwelt. Schon kleinste Schmutzpartikel oder Keime können Irritationen auslösen. Beim Schminken gelangen leicht Bakterien über Pinsel, Mascara oder Finger an die Augen. Das kann zu Rötungen, Jucken, Schwellungen oder eitrigen Sekreten führen – typische Anzeichen einer Entzündung.
Gute Augenhygiene bedeutet daher nicht nur, abends das Make-up gründlich zu entfernen, sondern auch, Produkte und Werkzeuge sauber zu halten.
Make-up immer abends entfernen
Nach einem langen Tag ist es verlockend, die Mascara einfach draufzulassen – doch genau das ist einer der häufigsten Fehler. Make-up-Reste können die Talgdrüsen am Lidrand verstopfen und so Bakterienwachstum fördern.
- Verwende einen milden Augen-Make-up-Entferner, der speziell für die empfindliche Augenpartie geeignet ist.
- Reibe nicht stark, sondern lege ein mit Entferner getränktes Wattepad einige Sekunden auf das geschlossene Auge, damit sich die Schminke löst.
- Spüle anschließend mit lauwarmem Wasser nach und tupfe die Haut mit einem sauberen Handtuch trocken.
Trägst du Kontaktlinsen, solltest du sie vor dem Abschminken herausnehmen, um Rückstände auf den Linsen zu vermeiden.
Saubere Pinsel und Applikatoren
Bürstchen, Schwämmchen und Pinsel sind wahre Keimfänger – besonders, wenn sie feucht oder häufig benutzt werden.
- Reinige Pinsel mindestens einmal pro Woche mit milder Seife oder einem speziellen Brush-Cleaner.
- Wechsle Mascara spätestens alle drei Monate, auch wenn sie noch nicht leer ist.
- Teile dein Make-up nicht mit anderen – auch nicht bei besonderen Anlässen oder Fotoshootings.
Ein einfacher Tipp: Notiere das Öffnungsdatum auf der Verpackung, um den Überblick zu behalten.
Auf Symptome achten
Trotz guter Hygiene kann es vorkommen, dass die Augen gereizt reagieren. Wenn du Rötungen, Brennen, Schwellungen oder Sekret bemerkst, verzichte auf Make-up und suche eine Augenärztin oder einen Augenarzt auf. Verwende keine Produkte mehr, die mit einem entzündeten Auge in Kontakt gekommen sind – sie könnten verunreinigt sein.
Kein Make-up auf der Wasserlinie
Eyeliner auf der inneren Lidkante kann zwar den Blick intensivieren, erhöht aber das Risiko für Reizungen. Entlang der Wasserlinie liegen kleine Drüsen, die die schützende Fettschicht des Tränenfilms produzieren. Werden sie verstopft, trocknet das Auge aus und wird anfälliger für Entzündungen. Trage den Lidstrich lieber knapp außerhalb des Wimpernkranzes auf – das sieht ebenso schön aus und ist deutlich schonender.
Den Augen Pausen gönnen
Auch hochwertige Produkte können die Augen belasten, wenn sie täglich verwendet werden. Gönne deinen Augen regelmäßig make-up-freie Tage – besonders, wenn du zu trockenen oder empfindlichen Augen neigst. So können sich Haut und Drüsen rund um die Augen erholen.
Kleine Gewohnheiten, große Wirkung
Vorbeugung bedeutet nicht, auf Make-up zu verzichten, sondern es bewusst und hygienisch zu verwenden. Wer gründlich reinigt, saubere Werkzeuge nutzt und auf die Signale seiner Augen achtet, kann Entzündungen effektiv vermeiden – und sich über einen gesunden, strahlenden Blick freuen.










